Geldanlage

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Geldanlage in der Niedrigzinsphase

Geldanlage in der Niedrigzinsphase

Geldanlage in der Niedrigzinsphase – Oder die ewige Frage nach Sicherheit oder Rendite

Letztens bin ich gefragt worden, warum ich in den letzten Monaten so selten von Geldanlage berichte. Die Frage ist berechtigt und genauso simpel zu beantworten. In den momentanen Zeiten des Niedrigzinses macht Geldanlage leider nicht besonders viel Spaß. Es hat ein bisschen was von der Frage nach Pest oder Cholera. Aber ich will die Situation nicht ganz so schwarz malen. Ist schließlich nicht mein Stil.

Geldanlage macht zwar momentan nicht so viel Freude, aber ist natürlich genauso wichtig, wie in guten Zinsphasen.

Geld zu sparen und zu vermehren, ist für jede Generation wichtig. Ob es um den Führerschein, das erste eigene Auto, die erste Wohnung, das Eigenheim, die Weltreise mit der Familie oder die Golfreisen im Alter geht, die meisten unserer Wünsche lassen sich nur mit Geld erfüllen, egal ob mittelbar oder unmittelbar. Also ist es notwendig, dass wir Geld sparen. Das gesparte Geld legen wir nun an, um es für uns arbeiten zu lassen und es dadurch zu vermehren.

Abhängig vom Zinssatz, den wir erzielen, ist es weniger oder auch mehr Rendite, die das Geld erzielt. Wenn das Geld nun länger angelegt bleibt und weiter für uns arbeitet, erzielt es nach dem ersten Jahr, Zinseszinsen. Das bedeutet, die Zinsen, die wir nach dem ersten Jahr bekommen haben, arbeiten im zweiten Jahr nun auch schon für uns und erzielen weitere Zinsen.

Der Zinseszinseffekt sorgt dafür, dass sich unser Geld schneller vermehrt und nach 12 Jahren haben wir bei 6% Zinsen unser Geld bereits verdoppelt. 6% Zinsen erhalten wir heute jedoch nur, wenn wir ein Risiko eingehen und unser Geld in Aktien oder Aktienfonds oder Mischfonds anlegen. Die haben jedoch, wie wir wissen, eine hohe Schwankung und bergen das Risiko eines Geldverlustes. Es ist also notwendig, dass wir unser Geld dort für mindestens 7 Jahre liegen lassen, um das Risiko eines Verlustes verringern. Hier dann also die Cholera: Höhere Renditen, dafür kaum Sicherheit.

Beim derzeitigen Zinssatz für Sparbücher, der so bei 0,01% pro Jahr liegt, brauchen wir jedoch 6.932 Jahre, um unser Geld zu verdoppeln. Und hier die Pest: Hohe Sicherheit, jedoch kaum Rendite.
Dazu kommt hier noch, dass wir selbst bei einer durchschnittlichen Inflation (Preissteigerung) von 1% jedes Jahr unser Geld weiter entwerten, wenn wir es auf dem Sparbuch platzieren.

Und durch die Niedrigzinsphase gibt es kaum wirkliche Alternativen dazwischen. Immobilien als Geldanlage bergen gerade das Risiko überteuerter Kaufpreise, weil die Zinsen für die Darlehen so gering sind. Anleihen, also Kredite an Unternehmen, bieten keine Zinsen, weil sich die Unternehmen das Geld viel günstiger bei den Banken leihen können.

Für dieses Dilemma gibt es keine allgemein gültige Lösung. Es sind immer individuelle Lösungen. Ist der Kunde bereit ein höheres Risiko einzugehen und das Geld länger liegen zu lassen oder möchte er in 2 Jahren ein Eigenheim kaufen und kann daher einen Verlust nicht gebrauchen. Es entscheidet also immer der persönliche Wunsch, also das Ziel der Geldanlage, welche Form in der jeweiligen Zeit die wohl am besten geeignete ist.

Berufsunfähigkeit
Beratung auf Provisions- oder Honorarbasis oder „...

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