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Warum sich das Geld für die Berufsunfähigkeitsversicherung lohnt

Warum sich das Geld für die Berufsunfähigkeitsversicherung lohnt

Der Hauptgrund warum viele meiner Ideengeber keine Berufsunfähigkeitsversicherung haben oder sich davor scheuen eine abzuschließen, ist der Preis. „Die Versicherung ist zu teuer." „Wenn ich die Versicherung nicht brauche, ist das Geld weg." „Das kann ich mir nicht leisten."

Nun kann ich zwar nicht das Gehalt erhöhen oder mehr Geld in den Geldbeutel zaubern, aber ich kann versuchen den Wert der Absicherung herauszustellen und damit ein besseres Gefühl für das Preis-Leistungs-Verhältnis zu schaffen.

Denn das ist meiner Meinung nach die Krux. Es geht in erster Linie nicht allein um den Preis der Absicherung, sondern es geht um den Gegenwert bzw. den Mehrwert, der dadurch entsteht. Und dann erst schließt sich die Frage an, ob der Ideengeber bereit ist, dieses Geld für den entstehenden Mehrwert aufzuwenden.

Am besten lässt sich die Betrachtung mit einem konkreten Beispiel darstellen. Aus Datenschutzgründen nehmen wir den bei Scottland Yard bekannten Mr. X. Mr X bezahlt für eine Berufsunfähigkeitsrente von 1.500€ pro Monat einen Beitrag von 50€ p.m.. Er hat die Versicherung in weiser Voraussicht mit 25 abgeschlossen und die Versicherung leistet bis er 67 Jahre alt ist und in den Ruhestand geht. (Was es mit dem Endalter, der Rente und dem Alter beim Abschluss auf sich hat, lest ihr hier.)

Nun rechnen wir mal durch. Er zahlt jetzt 42 Jahre lang 50€ im Monat (Dynamiken und Erhöhungen lassen wir mal unberücksichtigt.) Im Laufe seines Lebens zahlt er also 25.200€ in die Versicherung ein. Das ist schon ein gut ausgestatteter Klein- bis Mittelklassewagen, den man da bezahlt.

Kommen wir also zum Mehrwert, den die Versicherung bietet.
Rein statistisch dauert eine durchschnittliche Berufsunfähigkeitsspanne, also die Dauer, wie lange jemand berufsunfähig ist, 3-4 Jahre. Sollte Mr. X also zu den Menschen gehören, die im Laufe ihres Lebens mal einen Zeitraum von 3,5 Jahren nicht arbeiten können, erhält er in diesem Zeitraum Rentenzahlungen in Höhe von 63.000€. Da hat sich für Mr. X die Absicherung auf jeden Fall gelohnt und die 50€ pro Monat haben sich mehr als rentiert.

Nun rechnen die Versicherungen aber natürlich auch damit, dass nicht jeder Versicherte im Laufe seines Lebens mal berufsunfähig wird. Gehen wir auch hier davon aus, dass die Versicherungen davon ausgehen, dass jeder 5. Kunde berufsunfähig wird. Also 4 Kunden zahlen bloß ein, benötigen aber nie eine Leistung und der 5. bekommt die Rente. Die Gelder, die die anderen 4 Kunden eingezahlt haben, führen im Versichertenkollektiv dazu, dass die Versicherung für alle günstiger ist. Denn würde Mr. X seine 63.000€ Leistung, die er im Laufe des Lebens erhält, selbst einzahlen müssen, würde ihn die Versicherung 125€ pro Monat kosten müssen. Für die Gemeinschaft und damit für jeden Einzelnen sind also auch Kunden wichtig, die zwar ihre Beiträge zahlen, aber keine Leistung in Anspruch nehmen.

Nun verstehe ich, dass jeder einzelne nicht derjenige sein möchte, der zwar einzahlt, aber kein Geld bekommt. Aber ob dies der Fall ist, weiß ja niemand vorher. Also sind wir hier wieder im großen mathematischen Spielfeld der Wahrscheinlichkeiten. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich eine Nr. 5 bin und wirklich Geld bekomme. Wie lange benötige ich dann das Geld bis ich meinen oder einen neuen Job wieder erledigen kann? All das sind Unwägbarkeiten, die, sofern ich sie nicht absichere, mich an den Rand meiner Existenz bringen können. (Was ich damit meine, lest ihr hier.)

Und sollte unser Mr. X zu den Kunden gehören, die die Versicherung nicht im Laufe ihres Lebens in Anspruch nehmen müssen, hat er zwar 25.200€ bezahlt, er hat aber auch zu jeder Zeit gewusst, dass er beruhigt auf jede Leiter steigen und beruhigt die Straße überqueren kann, denn im Falle der Fälle hätte er die Leistung erhalten und sein Leben nicht maßgeblich einschneiden müssen.

Und wenn wir nun sagen, dass Mr. X 1.900€ monatlich netto verdient, weswegen er sich für die Absicherung von 1.500€ entschieden hat, sind die 50€ pro Monat auch für ein Bruchteil seines Gehalts und hindern ihn maximal daran einmal mehr pro Monat essen zu gehen. Dafür bekommt er jedoch eine Menge Sicherheit und das Wissen, dass er im Fall der Fälle eine Leistung erhält die ggf. Deutlich über das hinaus geht, was er eingezahlt hat.

Ich nenn das eine kalkulierte Win-win-Situation!!!


Und noch ein kleiner Hinweis zum Schluss: Lasst die Finger von Produkten, die behaupten, dass ihr am Ende Geld zurück bekommt, wenn ihr keine Leistungen in Anspruch nehmt. Ja ihr bekommt Geld, dafür ist jedoch der Preis deutlich höher als bei einer reinen Risikoabsicherung und ihr bekommt auch nur einen Bruchteil dessen wieder, was ihr eingezahlt habt. An solchen Produkten rechnen sich die Versicherungen gerne reich. Also lieber vorher nachrechnen was es kostet und was es bringt.


Foto: https://unsplash.com/@ashtonmullins


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