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Das Jahresendgeschäft – oder warum Panikmache sich nicht auszahlen sollte

Das Jahresendgeschäft – oder warum Panikmache sich nicht auszahlen sollte

Es ist mal wieder soweit. Alle Jahre wieder. Das Jahresendgeschäft ist da. Ähnlich wie Weihnachtsgebäck. Spätestens ab September werben Banken und Versicherungen damit, dass sich zum Jahreswechsel irgendetwas ändert und der geneigte Kunde doch bitte noch schnell diese oder jene Versicherung abschließen mag, um sich die aktuelle und damit bessere Kondition und Regelung zu sichern.

Das ist jetzt mein viertes Jahresendgeschäft in der Branche. Und ja, es ändert sich zum Jahreswechsel immer irgendwas zum schlechteren. Und auch ich bin der Meinung, dass sich Kunden die besseren Konditionen sichern sollten. Ich bin diese Panikmache, die jedes Mal stattfindet aber absolut leid.

Also zusammen mit dem Weihnachtgeld kommen nicht bloß die gesamten Spendenaktionen, sondern es soll auch der Wunsch erzeugt werden noch schnell eine Versicherung oder ein Sparprodukt abzuschließen. Ganz schön alter Kaffee, wenn es nach mir geht.

Korrekt ist, dass sich zum Jahresende die Zahl der Interessenten, die eine Beratung haben möchte, deutlich steigt. Ich glaube das hat aber weniger mit veränderten Konditionen, als mit guten Vorsätzen zu tun. „In diesem Jahr vor Weihnachten noch schnell dass ganze Versicherungszeug regeln. Dann hab ich das hinter mir."

Und die Kunden bekommen dann auch den Hinweis auf veränderte Konditionen im nächsten Jahr.Aber mein Appell wäre: Lasst euch von der Panikmache nicht anstecken. Ja es ändert sich immer was. Und wenn ihr das Bedürfnis habt, lasst euch beraten. Aber ausführlich und umfassend. Unterschreibt nichts, nur weil morgen alles anders ist. Die meisten Gesellschaften akzeptieren Anträge zu den diesjährigen Konditionen noch bis zum 31.12. Ihr habt also noch einige Tage und Nächte Zeit, um euch zu entscheiden.

Vorschnelle Entscheidungen führen doch meistens zu Kaufreue. Und bei Versicherungen ist Kaufreue doch meistens nachhaltiger und mit mehr Konsequenzen verbunden, als ein zu kleines Shirt oder die dritte Spaghettizange.

Für alle Interessierten, die bis hier her gelesen haben, noch kurz die Liste der Punkte, die sich zum nächsten Jahr ändern werden:

  • Der Garantiezins, hauptsächlich für Altersvorsorgeprodukte, sinkt von 1,25% auf 0,9%.
    Das ist eine schlechte Veränderung. Wobei die heutigen 1,25% schon schlecht sind.
    In der Berufsunfähigkeitsabsicherung führt das ab nächstem Jahr wohl zu höheren Preisen. Wenn ihr über eine Absicherung nachdenkt, hängt euch noch mal rein und macht es fertig. Ansonsten riskiert jetzt keine übereilten Entscheidungen, die ihr nachher bereut.
    Für alle anderen Produkte sollte die Veränderungen auf keinen Fall dazu führen, dass ihr jetzt noch schnell irgendeinen Vertrag mit den heutigen Konditionen abschließt.

  • Die Pflegereform tritt in Kraft. Es gibt ab 2017 keine Pflegestufen mehr, sondern Pflegegrade. Das ist im ersten Schritt weder positiv noch negativ. Bloß anders. Und es gibt auch keinen Grund da noch schnell was abzuschließen, da sich die heutigen Produkte ohnehin auf die neue Situation einstellen müssen.

So nun aber genug von Panikmache und Veränderungen. Die Adventszeit ist und bleibt die Zeit im Jahr, wo wir fast alle froh und heiter sind, und besinnen und den Blick wieder auf die schönen Dinge des Lebens richten. Und das soll auch bitte so bleiben.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen eine besinnliche und fröhliche Adventszeit!!

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