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Arbeitende Senioren und eine Zukunftsprognose

Arbeitende Senioren und eine Zukunftsprognose

Es ist zwar schon einige Wochen her, aber auch ich möchte noch mal was zum Tauber-Tweet sagen. Wenn auch nicht direkt zu seiner ziemlich beschränkten Sichtweise, doch zur Realität die wir vorfinden. Tauber hat also gesagt, dass jemand, der was Ordentliches gelernt hat, keine 3 Minijobs bräuchte.In Reaktion darauf hat die zdf heute Show ein Foto veröffentlicht auf dem sie darauf hinweisen, dass sich die Zahl der erwerbstätigen Senioren seit 2006 verdoppelt hat. Sie mutmaßen, dass die wohl alle nichts Ordentliches gelernt haben.

Ich hab das Foto auch gesehen und fand es lustig. Auf den zweiten Blick fand ich die Aussage aber ganz schon beängstigend und traurig. Tatsächlich ist heute jede neunte Person zwischen 65 und 74 erwerbstätig.

Nun gut. Darunter sind natürlich auch die Personen, die einfach Hummeln im Hintern haben, nicht still sitzen können und einfach weiter arbeiten, weil es ihnen Spaß macht und sie sonst nicht wüssten, was sie mit ihrer Freizeit anzufangen hätten.

Aber es erschrickt noch mehr, dass 37% dieser älteren Erwerbstätigen angegeben haben, dass dieser Job ihre Haupteinnahmequelle ist. Das bedeutet, dass die gesetzliche Rente, die sie bekommen, nicht ausreicht, um die Lebenshaltungskosten zu decken.

Und zur Erinnerung, wir sprechen hier von den Generationen, die mit 65 in Rente gehen dürften, die noch eine recht vernünftige gesetzliche Rente bekommen, weil es heute noch genug Beitragszahler gibt, die ihre Rente finanzieren. Wir sprechen von der Generation, die mit dem Slogan „Die Rente ist sicher" noch beruhigt werden sollte.

Ich traue mich nun kaum den Bogen zu unserer Generation zu schlagen. Wenn heute schon 4% der Rentner darauf angewiesen sind, auch nach Renteneintritt weiter zu arbeiten, um zu leben, wie wird es dann erst ab 2050 sein, wenn unsere Generation so langsam im Rente geht?

Nicht genug, dass wir ohnehin schon länger arbeiten sollen, um einen geringeren Rentenanspruch zu erarbeiten. Es ist mal wieder ein riesiger Beweis dafür, dass die gesetzliche Rente für uns bei weitem nicht ausreichen wird, um den Lebensstandard zu halten.

Umso wichtiger ist es also, dass wir und möglichst früh mit den Möglichkeiten des privaten Ansparens beschäftigen. Ob nun in Form einer Altersvorsorge oder eines Sparplans sei mal dahin gestellt. Aber uns sollte bewusst sein, dass wir sparen müssen, um uns im Alter ein schönes Leben machen zu können. Traurig aber wahr. ☹

Welche Formen der Altersvorsorge es gibt, welche Vor- und Nachteile sie haben, wie ihr an das Thema Altersvorsorge heran gehen könnt und noch vieles weitere, könnt ihr im Blog im Bereich Altersarmut/ Vorsorge finden..


Cover Photo by jesse orrico on Unsplash

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